Der Abfülltag entscheidet mit darüber, ob aus gutem Jungbier gutes fertiges Bier wird. Dieser Guide fasst die wichtigsten Punkte im Überblick zusammen — Details zu Karbonisierungstabellen und Verfahren gehören in die Brauliteratur.
Vorbereitung: Flaschen und Equipment
Zähle rechtzeitig, wie viele Flaschen du brauchst — der Abfüllmengen-Rechner hilft dabei, inklusive Reserve für Bruch. Alle Flaschen müssen gründlich gereinigt und desinfiziert sein; Kronkorken oder Bügelverschlüsse liegen bereit. Auch Abfüllröhrchen, Dosierhilfe für die Nachgärung und ein ruhiger Arbeitsplatz gehören zur Vorbereitung.
Ruhig abfüllen
Beim Umfüllen und Abfüllen gilt: wenig Sauerstoffkontakt, wenig Aufwirbeln. Das Jungbier wird schonend vom Hefesatz abgezogen („geschlaucht") und mit möglichst wenig Plätschern in die Flaschen gefüllt. Ein kleiner Steigraum in der Flasche bleibt für die Nachgärung.
Nachgärung in der Flasche
Für die Kohlensäure kommt vor dem Verschließen eine genau dosierte Zuckergabe in jede Flasche oder in die Gesamtmenge. Die Dosierung richtet sich nach Bierstil und gewünschter Karbonisierung — verlasse dich hier auf Tabellen aus der Brauliteratur, nicht auf Schätzwerte. Zu viel Zucker erzeugt gefährlichen Überdruck.
Lagerung und Reifung
Verschlossene Flaschen reifen kühl, dunkel und stehend. Die Nachgärung braucht zunächst wärmere Temperaturen, danach tut kühle Lagerung dem Bier gut. Beschrifte deine Flaschen mit Suddatum und Sorte — in drei Monaten weißt du sonst nicht mehr, was drin ist.
Planung rund ums Abfüllen
Berechne Flaschen und Verschlüsse mit dem Abfüllmengen-Rechner, plane die Kosten mit dem Zutatenkosten-Rechner und lies im Gärungs-Guide nach, was vorher im Gärbehälter passiert.
